Autorinnen aus der ORKB Lettland gewinnen anlässlich des XXV. INCOSAI Staats-Preis

Silvija Nora Kalniņš vom Rechnungshof der Republik Lettland nimmt den Staats-Preis von Stephen Sanford, dem Geschäftsführer des US-amerikanischen GAO, entgegen. Quelle: INTOSAI Journal

Autorin: Jessica Du, Herausgeberin und Vizepräsidentin der Internationalen Zeitschrift für Staatliche Finanzkontrolle

Im Auftrag des Leiters der ORKB der USA sowie der Internationalen Zeitschrift für Staatliche Finanzkontrolle übernahm Steve Sanford, Leiter der Abteilung für Strategische Planung und externe Zusammenarbeit der ORKB der USA, am Freitag, den 31. Oktober 2025, im Rahmen des XXV. INCOSAI die Verleihung des Elmer-B.-Staats-Preises. Dieser Preis ist eine Anerkennung für herausragende Leistungen beim Verfassen von Beiträgen für die INTOSAI-Zeitschrift, die ihre Mission unterstützen, den Wissenstransfer und das Lernen innerhalb der INTOSAI-Gemeinschaft zu fördern. Der Preis wird anlässlich jedes INCOSAI jeweils an jene Autorin bzw. jenen Autor oder auch jene Gruppe von Autorinnen bzw. Autoren vergeben, die bzw. der in den letzten drei Kalenderjahren den besten Beitrag oder die besten Beiträge in der Fachzeitschrift publiziert hat bzw. haben.

Der Gewinnerbeitrag des Staats-Preises 2025 ist „Think BIG! – einen neuen Ansatz für Empfehlungen testen” von Agnese Jaunzeme und Silvija Nora Kalniņš von der ORKB der Republik Lettland. Silvija Nora Kalniņš nahm den Preis im Namen beider Autorinnen entgegen.

Silvija Nora Kalniņš vom Rechnungshof der Republik Lettland nimmt den Staats-Preis von Stephen Sanford, dem Geschäftsführer des US-amerikanischen GAO, entgegen. Quelle: INTOSAI Journal

Ihr Beitrag, der in der Ausgabe des dritten Quartals 2024 zum Thema „Empfehlungsumsetzung und Prüfungsnachkontrolle” erschienen ist, beschreibt, wie die ORKB Lettland von der einfachen Abgabe von Empfehlungen zu einer Schwerpunktsetzung auf messbare, positive Veränderungen übergegangen ist: Sie setzt nun in der Planungsphase Ziele, legt quantifizierbare Indikatoren fest und betrachtet eine Empfehlung nur dann als umgesetzt, wenn sie zu tatsächlichen Veränderungen und nicht nur zu Maßnahmen führt.

Der Beitrag hebt auch die Bedeutung der Zusammenarbeit und der Kommunikation der erzielten Wirkung hervor: Es sollte öffentlich über Finanzkennzahlen berichtet, mit den überprüften Stellen zusammengearbeitet und ein „veränderungsorientierter” Ansatz verwendet werden, um Anreize für die Umsetzung der Prüfungsempfehlungen zu schaffen und den Nutzen für die Öffentlichkeit zu maximieren.

Der Staats-Preis ist nach dem ehemaligen Leiter der ORKB der USA, Elmer B. Staats, der während seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Zeitschrift viel Wichtiges zur ihr beigetragen hat, benannt. Seit der ersten Vergabe des Staats-Preises im Jahr 1983 haben Autorinnen und Autoren aus 14 verschiedenen Ländern diese prestigeträchtige Auszeichnung erhalten. Die INTOSAI-Zeitschrift dankt der gesamten Jury sowie allen Autorinnen und Autoren der Zeitschrift für ihren Einsatz sowie ihre Beiträge.

Die Chefredaktion sowie die Mitredakteurinnen und -redakteure der INTOSAI-Zeitschrift, eine diverse, inklusive Gruppe aus unterschiedlichen ORKB, beurteilten 89 Beiträge aus 55 Ländern, Regionen und Organisationen. Im Vergleich zur letzten Vergabe des Staats-Preises war die Anzahl der in Frage kommenden Artikel um 50 Prozent gestiegen. Für die Auswahl der Autorinnen und Autoren, denen die Ehre der Auszeichnung zuteilwird, zieht die Jury folgende Aspekte der Beiträge in Betracht: ihren Beitrag zur Wissensvermehrung, ihre Originalität, die Themenrelevanz, die schriftstellerische Leistung, die Recherchenachweise sowie die einfallsreiche Gestaltung. Der Staats-Preis ist ein Sinnbild für die hohe Qualität der Beiträge und Informationen, die von der INTOSAI-Zeitschrift verbreitet werden. Die Zeitschrift wird ihrem Bekenntnis zu diesem Wissensaustausch innerhalb der INTOSAI auch in Zukunft treu bleiben.

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